THW liefert Baumaschinen für ukrainischen Katastrophenschutz

Bonn. Durch die Lieferung von Planierraupen, Radladern, Hubarbeitsbühnen und Stromerzeugern unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) den Katastrophenschutz (DSNS) und den Grenzschutz in der Ukraine. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine arbeitet das THW beim Kauf von Hilfsgütern, Fahrzeugen und Geräten eng mit dem Beschaffungsamt des BMI (BeschA) zusammen. „Mit Baumaschinen, Fahrzeugen und Geräten versetzen wir unsere Partner in der Ukraine in die Lage, Kriegsschäden zu beheben, Menschenleben zu retten und das Leid der Zivilbevölkerung zu lindern“, erklärt THW-Präsident Gerd Friedsam. „Der gesamte Logistikeinsatz während des Ukrainekriegs hat bereits ein Volumen von mehr als 60 Millionen Euro erreicht und weitere Transporte von Hilfslieferungen sind in Planung.“

Seit rund acht Monaten unterstützen THW-Einsatzkräfte die Kriegsopfer aus der Ukraine vor Ort, in den Nachbarländern und in Deutschland. Nahezu wöchentlich organisiert das THW Transporte mit Hilfsgütern, Fahrzeugen und Ausstattung, um in der Ukraine die Not zu lindern. Finanziert wird die Hilfe für die notleidenden Menschen vorwiegend aus Sondermitteln der Bundesregierung. Zuletzt lieferte das THW einen großen Kettenbagger sowie ein Saug- und Spülfahrzeug zur Instandsetzung verstopfter Kanalsysteme an die Partner in der Ukraine. Einen Schwerpunkt bei den Hilfsgütern legt das THW aktuell auf die Energieversorgung. Derzeit bereitet das THW die Lieferung von rund 250 Stromerzeugern verschiedener Leistungsklassen in den nächsten Wochen vor. Mit den Geräten soll eine provisorische Stromversorgung wichtiger Einrichtungen sichergestellt werden. Darüber hinaus werden in Kürze in der Ukraine fünf Feldküchen und ein weiterer Kettenbagger für den Grenzschutz eintreffen.

Ein wichtiger Partner der Logistikerinnen und Logistiker des THW bei den Beschaffungen für die Ukraine ist das Beschaffungsamt des BMI. Zu Beginn dieses Jahres wurde dort eine so genannte Task Force für die Ukraine-Hilfe eingerichtet, um Beschaffungen wirtschaftlich und zügig im Wettbewerb zu realisieren. „Zusammen mit dem THW wurden bislang mehr als 120 teils umfangreiche Beschaffungsvorhaben realisiert. Hierzu gehört die Beschaffung von Nutz- und Spezialfahrzeugen, Wohncontainern und in jüngster Zeit insbesondere von Stromerzeugern, Hubarbeitsbühnen und Flugfeldlöschfahrzeugen für die ukrainischen Partner“, zählt die Präsidentin des Beschaffungsamtes, Dr. Ruth Brand, auf.

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit mehr als 80.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateraler Unterstützung gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.jetzt.thw.de.

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